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WAHRE UMKEHR 

B.H. CLENDENNEN 

Es geht heute um das Thema „Buße“, heute in der Kirche fast vergessen, aber ohne Umkehr ist keine wahre Beziehung mit Gott möglich. Johannes, der Täufer, predigte: „... Tut Buße! Denn das Reich der Himmel ist nahe gekommen.“ (Matthäus 3: 2). Jesus predigte: „... wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr alle ebenso umkommen.“ (Lukas 13: 3). Die Apostel predigten überall Umkehr und Vergebung der Sünden in Seinem Namen. „Wahre Umkehr“ ist das heutige Thema.  

Dieses Thema wird uns in den nächsten Lektionen beschäftigen, und Gott hat uns etwas zu sagen. Wenn wir Menschen retten wollen, müssen wir sie zur Umkehr bewegen. Dazu müssen wir wissen, was Umkehr von Gottes Standpunkt aus ist. Wir lesen im 2. Korinther 7: 10: „Denn die Betrübnis nach Gottes Sinn bewirkt eine nie zu bereuende Buße zum Heil; die Betrübnis der Welt aber bewirkt den Tod.“ In diesem Kapitel bezieht sich der Apostel auf eines seiner früheren Sendschreiben an die Korinther, in einer Sache, in der sie schuldig waren. Er spricht hier von dessen Wirkung zur Umkehr. Sie waren betrübt nach Gottes Sinn.  

Für Gott und für den Apostel war das der Beweis dafür, daß ihre Buße echt war. Im Vers 10 nennt der Apostel zwei Arten von Betrübnis: die eine bewirkt Umkehr zum Heil, die andere führt zum Tod. Er spielt hier eigentlich auf zwei Arten von Umkehr an, und diese Lektion möchte ich heute vermitteln. Wenn wir das Evangelium predigen, um den Menschen zu zeigen, wie nötig sie Gott haben, dann müssen wir wissen, wie wir das erreichen. Wenn man bedenkt, daß weniger als zwei Prozent derjenigen, die in die Gemeinde kommen und Christus dort finden, je wieder in der Gemeinde gesehen werden, dann wird deutlich, daß etwas nicht stimmt. Dieses Etwas ist die Tatsache, daß sie nicht wirklich aus Gott geboren waren. Ich will dir zeigen, daß sie nicht von neuem geboren wurden, weil sie nicht zur wahren Umkehr geführt worden waren. Beginnen wir mit zwei Fragen: Was ist wahre Umkehr? Woran erkennt man sie? Ich hoffe, diese beiden Fragen beantworten zu können.  

Es ist viel dringender, als wir denken. Wir müssen viel genauer unterscheiden, als bisher, in Bezug auf Charakter und Wesen wahrer Religionsausübung. Wenn wir hier treu wären, dann würde sich weniger Falsches und Nutzloses in die christliche Gemeinde schleichen. Ich glaube und sage es offen, daß wahrscheinlich 85 % der Glieder der Pfingstgemeinde Stoppeln sind. Das heißt, sie sind nicht wirklich aus Gott geboren. Nichts hat mich mehr beschäftigt, als herauszufinden, warum es so viel unechte Religion gibt, warum so viele in der Gemeinde sind, nur um der Sache der Religion Willen. Ich weiß, warum sie nicht wirklich dabei sein wollen; weil das nicht ihr Wesen ist. Sie sind nicht von neuem geboren. Sie sind zum Altar gekommen, sie haben anscheinend eine Art religiöser Erfahrung gehabt, sind aber nicht von neuem geboren.  

Ich suchte nach dem Ursprung dieses Problems. Ich möchte dir weitergeben, was ich gefunden habe, damit du diese Falle umgehen kannst. Warum gibt es so viele, die glauben, mit Gott im reinen zu sein, es aber nicht sind, es sei denn, die Bibel hätte Unrecht? Warum gehen so viele in die Irre? Warum gibt es so viele verstockte Sünder, die glauben, Buße getan zu haben. Die Ursache wird offensichtlich. Es ist ein Mangel an Unterscheidung von Anordnungen in Bezug auf die Grundlagen der Religion und insbesondere der wahren und falschen Umkehr. Mit diesem Gedanken beginnen wir diese Serie über UMKEHR.  

Was ist wahre Umkehr? In erster Linie ist es eine Veränderung der Haltung gegenüber dem Wesen der Sünde. Dem muß eine Veränderung der Gefühle gegenüber Sünde folgen. Gefühle sind immer das Ergebnis von Gedanken. Wenn unsere Gedanken über Sünde ein dem entsprechendes Gefühl erzeugen, wenn die Haltung richtig ist und die Gefühle damit übereinstimmen, dann ist das wahre Buße. Betrübnis nach Gottes Sinn, so wie Gott sie verlangt, muß aus derselben Haltung hervorgehen, die Gott zur Sünde hat. Mit anderen Worten, wir müssen Sünde so sehen, wie Gott sie sieht. Die Predigt des Evangeliums muß einen anderen Ton annehmen, als den, der heutzutage zu hören ist. Wir predigen zu wenig Gesetz, wodurch der Mensch aber erkennt, daß er verloren ist.  

Was muß also geschehen? Zuerst muß sich die Haltung zur Sünde ändern. Für jemanden, der wirklich umgekehrt ist, sieht Sünde anders aus, als für den, der nicht umgekehrt ist. Wer wirklich Buße getan hat, ist erstaunt, wie er je nach Sünde verlangen konnte. Wenn du aus Gott geboren bist, dann bist du herausgekommen aus einer Welt der Sünde zur Erkenntnis Christi, und du wunderst dich, wie du je so etwas wie Sünde verlangen konntest. Wenn sich diese Haltung ändert und du anfängst, Sünde anders zu sehen, als Gott, dann bist du tot oder du stirbst. Für den, der Buße getan hat, ist Sünde abscheulich und geschmacklos. Erscheint sie aber immer noch begehrenswert, glaubt man, sie könnte in Freude enden, und man möchte sie nicht aufgeben, dann ist man nicht wirklich umgekehrt. Sie würden es gern wegen der Strafe. Solche Leute haben nicht Buße getan. Wir werden den Unterschied sehr deutlich machen zwischen überführt sein von Sünde und Umkehr von Sünde. Dazwischen liegen Welten, und der Unterschied ist, errettet oder verloren zu sein.  

Zweitens muß sich die Haltung zum Charakter der Sünde verändern, die die Beziehung mit Gott betrifft. Sünder erkennen nicht, warum Gott die Sünde mit so schrecklichen Strafen belegt. Sie lieben Sünde so sehr, daß sie nicht einsehen, warum Gott sie mit ewiger Strafe richtet. Sünder werden klar überführt, sehen Sünde anders und was die Haltung betrifft, im selben Licht, wie der Christ. Wer so überführt ist, sieht Sünde genau so, wie der von neuem geborene Christ. Hauptsächlich wird der Sünder dazu gebracht, zu sehen, daß die Sünde in Gottes Augen ewige Hölle verdient.  

Die meisten von denen, die zu unseren Altären kommen, sind an diesem Punkt. Sie sehen Sünde so, wie Gott sie sieht. Nun brauchen sie nur eine entsprechende Veränderung der Gefühle, um Christ zu werden. Oftmals zieht das Herz nicht mit der Meinung. Das ist der Fall bei Dämonen und bösen Geistern der Hölle. Also, eine Änderung der Meinung ist unabdingbar für wahre Religion oder Umkehr. Es muß gegen die Sünde gepredigt werden. Hier wird das Gesetz wichtig. Wir müssen das Gesetz predigen. Wir müssen predigen, was Sünde ist; nämlich eine Übertretung von Gottes Gesetz, um die Leute dazu zu bringen, ihre Meinung zur Sünde zu ändern. Der Sünder findet Sünde wunderbar, und er kann nicht verstehen, warum Gott sie haßt. Wenn wir das Gesetz Gottes predigen und der Mensch beginnt, Sünde so zu sehen, wie Gott sie sieht, dann ändert sich die Einstellung zur Sünde. Bevor es überhaupt zu entsprechenden Gefühlen kommen kann, muß sich die Haltung zur Sünde mit der Gottes decken. Das Herz geht niemals in wahrer Umkehr zu Gott ohne eine Änderung der Sichtweise.  

Aus diesem Grund sind die meisten Menschen in der Gemeinde nicht von neuem geboren. Aus diesem Grund sind 90 % derjenigen, die zu unseren Altären kommen, um errettet zu werden, nicht von neuem geboren. Es fand eine Meinungsänderung statt aber keine Umkehr. Solange eine Person nicht ihre Meinung zur Sünde ändert, kann keine Umkehr stattfinden. Eine Seele kann dazu gebracht werden, Sünde so zu sehen, wie Gott sie sieht, und dennoch nicht umkehren. Man kann seine Haltung ändern, ohne jedoch umzukehren.  

Ein Mensch kann Sünde so sehen, wie Gott sie sieht, ohne sich aber jemals von ihr abzuwenden. Solange er sich nicht abwendet, wird er Sünde niemals so empfinden, wie Gott sie empfindet. Auf wahre Umkehr folgt dieses veränderte Empfinden. Eine Seele, die wahrhaft Buße getan hat, empfindet Sünde nicht nur als etwas schreckliches, sondern haßt sie leidenschaftlich. Was wird aus einem Volk, das zwar seine Meinung zur Sünde geändert hat, aber nicht umkehrt? Sie sehen Sünde so, wie Gott Sünde sieht. Sie sehen, daß darauf ewige Strafe in der Hölle steht, aber das Empfinden hat sich nicht geändert. Sie lieben die Sünde noch. Daher ist die Gemeinde erfüllt mit Unbekehrten. Sie sind überführt, sind aber niemals umgekehrt. Diese Menschen lieben noch immer die Sünde, und aus diesem Grund sind sie hin- und hergerissen, mal oben, mal unten und niemals geistlich stabil. Ihre Haltung hat sich geändert, sie wissen, daß Sünde schlimm ist und Strafe verdient, aber sie lieben sie noch und fallen immer wieder dahin zurück.  

Wenn deine Umkehr echt ist, dann ändern sich deine Meinung und Gefühle gegenüber der Sünde. Weißt du, daß von da an eine Veränderung in dir vorgeht? Ich glaube, als Diener Christi sollten wir diese Frage denjenigen stellen, die wir zu Christus führen: Was empfindest du gegenüber Sünde? Wenn die Umkehr echt ist, dann ist die Neigung, Sünde zu wiederholen, verschwunden. Das heißt nicht, daß man im Zorn z. B. nicht schon mal straucheln kann, aber die Neigung zur Sünde ist verschwunden. Das meint die Bibel, „... wenn jemand in Christus ist, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.“ (2. Korinther 5: 17). Das bedeutet nicht, daß der Mensch vollkommen ist in seinem Handeln. Er ist aber vollkommen in seinem Verlangen. Er hat nicht das Verlangen, Sünde zu wiederholen. Diese Haltung hat sich geändert. Wenn du wahrhaft umgekehrt bist, liebst du die Sünde nicht länger. Du hältst dich nicht fern von Sünde aus Angst, sondern du hältst dich fern, weil du sie haßt.  

Das ist die Haltung eines wahrhaft von neuem geborenen Menschen. Dazu kann es nur dann kommen, wenn eine Person sich ehrlich von ihren Sünden bekehrt. Zuerst kommt das Wort. Mit dem Wort kommt Überführung. In diesem Stadium sieht man Sünde so, wie Gott sie sieht, aber die Liebe zur Sünde ist noch vorhanden. Mit der Überführung gibt dir Gott die Kraft zur Umkehr, das heißt, dich abzuwenden. Egal, wie sehr du die Sünde liebst, Gott gibt dir die Kraft, dich davon wegzuwenden. In dieser Umkehr verändert sich dein ganzes Empfinden gegenüber der Sünde. Das Verlangen nach Sünde ist gebrochen. Du verlangst nicht nach Sünde, vielmehr empfindest du Haß. Wie ist das bei dir? Denk an die Sünde, die du getan hast. Wie siehst du sie jetzt? Würdest du es wieder tun, wenn du nicht die Angst hättest, verloren zu gehen? Wenn ja, dann hast du die Neigung zur Sünde. Dann bist du nur überführt.  

Überführung ist nicht Geburt. Das müssen wir den Menschen, die wir zu Christus führen, klar machen, sonst werden sie die Vergangenheit ständig wiederholen. Die Gemeinde ist erfüllt mit Dornen, weil die Menschen zwar zur Überführung, aber nie zur wahren Buße und damit zur neuen Geburt gebracht worden sind. Deine Einstellung zur Sünde mag sich geändert haben, aber wenn deine Liebe zur Sünde bleibt, bist du nach wie vor ein Sünder. Wahre Umkehr verändert das Verhalten. Mit der Überführung kommt die Kraft zur Umkehr. Mit der Umkehr kommt die Gnade des Glaubens. Viele Leute haben zu mir gesagt: „Ich wäre wirklich gerne Christ, aber ich habe einfach nicht den Glauben.“ Das ist überhaupt nicht das Problem. Das Problem ist nicht der Glaube. Das Problem ist die wahre Umkehr. Wenn du noch zur Sünde stehst und Sünde noch liebst, dann befindest du dich nur im Stadium der Überführung. Du bist nicht aus Gott geboren.  

Ich glaube, das ist gemeint in unserem Text, „Die Betrübnis nach Gottes Sinn bewirkt Buße.“ (2. Korinther 7: 10). Betrübnis nach Gottes Sinn verändert das Verhalten, ansonsten würde es heißen. Buße erzeugt Buße. Der Apostel Paulus sprach von einer Änderung der Gesinnung, die das Verhalten ändert und im Heil ausläuft. Wir haben also wieder die Frage: hast du dich geändert? Hast du die Sünde verlassen? Diese Fragen sind Tonnen schwer. Sie sind der bestimmende Faktor, ob ein Mensch von neuem geboren ist oder nicht. Kein Altardiener hat das Recht, einer Person zuzusichern, daß sie errettet ist. Man kann sie nicht einfach auf der Straße nach Rom führen und dann sagen, sie ist gerettet. Bist du verändert? Hat sich deine Haltung zur Sünde geändert? Nicht nur, daß du Sünde so siehst, wie Gott sie sieht, sondern empfindest du sie auch, wie Gott sie empfindet? Ist dir Sünde verhaßt?  

Die Frage ist: Gehst du nach wie vor auf demselben Weg, nur daß du die Gemeinde nebenbei mit aufgenommen hast? Ehrliche Umkehr führt zur Veränderung des Verhaltens. Dann führt wahre Umkehr zu Bekenntnis und Erneuerung. Der Dieb, der weiterhin das Geld behält, ist nicht umgekehrt. Wenn du jemandem etwas getan hast, und du hast das nicht wieder so weit, wie möglich, in Ordnung gebracht, dann hast du nicht Buße getan. Paulus sagt, falsche Umkehr ist Betrübnis nach weltlicher Art. Es ist Betrübnis wegen Sünde, die sich aus weltlichen Betrachtungen und Motiven ergibt, die mit diesem Leben verbunden sind. Das hat keinen Bezug zu dem wahren Wesen der Sünde. Wir sind in unserer Zeit Zeugen geworden, wie sich einige der größten Namen in der Religion in Sünde und Ausschweifung verfangen haben. Ihr Leben wurde zu Chaos, und das über Jahre.  

Wenn es herauskam, dann kam der große Jammer, manchmal sogar im Fernsehen. Warum das Weinen? Es ist nicht die Betrübnis nach Gottes Sinn. Es ist Betrübnis nach der Art der Welt. Es tut ihnen leid, daß sie sich haben fangen lassen. Sie haben ein Reich verloren. Wären sie nicht erwischt worden, wären sie weiter gegangen in Sünde. Die Gefühle bleiben unverändert, denn meistens landen sie wieder in demselben Sumpf, in dem man sie erwischt hat. Solche Buße ist vorübergehend. Der Betreffende fällt immer wieder in die alte Sünde zurück. Der Grund? Dieselbe Haltung zur Sünde ist  noch da. Sie wird nur durch Angst gebremst.  

Das war der Ärger in Israel. Sie kehrten immer wieder zu Sünde und Götzendienst zurück. Sie hatten nur weltliche Betrübnis. Wahre Umkehr verändert mein Verhalten und meine Einstellung, so daß ich Sünde hasse, wie Gott sie haßt. Du mußt nicht deine ganze Zeit dazu aufwenden, solche Leute in die Gemeinde zu bringen. Sie hassen das, was sie waren. Die Bibel sagt, wir werden lieben, was wir gehaßt haben und hassen, was wir geliebt haben. Göttliche Betrübnis führt zur nicht zu bereuenden Umkehr. Diese Botschaft muß erneuert, erweckt und gepredigt werden, bis wir sehen, daß Männer und Frauen wahrhaft aus Gott geboren werden und in den Plan des Allmächtigen eintreten. In unserer nächsten Lektion werden wir den Gedanken der Umkehr weiterführen. 

soceurope@live.co.uk





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